Preisträger 1994

Friedrich MagiriusDer Preisträger der „Heißen Kartoffel 1994“ heißt Friedrich Magirius.

Er wurde für sein außerordentliches Engagement in der Region mit dem Preis des Leipziger Pressestammtisch der Wirtschaftsjournalisten e.V.   ausgezeichnet.

Friedrich Magirius wurde 1930 in Dresden geboren. Nach dem Studium der Theologie in Berlin West arbeitete er zunächst als Krankenpfleger. Später war Magirius als Vikar bei der Inneren Mission in Sachsen und in der Kirchgemeinde Löbau tätig. Ab 1955 war er Hilfsgeistlicher bzw. Pfarrer am Diakonenhaus Moritzburg. Die Ordination als Geistlicher erfolgte 1956. Weitere Stationen waren 1958 Pfarrer von Einsiedel, 1974 Pfarrer in der Kreuzkirche in Dresden, die Leitung der Aktion Sühnezeichen in der DDR und damit auch die Arbeit an der Verständigung mit den Nachbarländern übernahm er danach. 1982 ging Friedrich Magirius als Pfarrer der Nikolaikirche nach Leipzig, wo er außerdem als Superintendent im Kirchenbezirk Leipzig-Ost arbeitet. Durch diese Funktion war Magirius in die Montagsgebete involviert. Außerdem moderierte er während der Friedlichen Revolution den Runden Tisch in Leipzig. Von 1990 bis 1994 war er Präsident der Stadtverordnetenversammlung. Friedrich Magirius engagiert sich heut in zahlreichen Ehrenämtern, u.a. für sozialschwache Jugendliche und gegen Rechtsradikalismus. Magirius ist Ehrenbürger von Leipzig und Krakau. Außerdem erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie zum Beispiel den Gustav-Heinemann-Preis und die Ernennung zum Grenadier der Französischen Ehrenlegion.

Die Auszeichnung wurde am 17. November 1994 vergeben. 

Laudatio hielt Ignaz Bubis, Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland (1997-1999).

Berichte der Presse:

 

Bild-Zeitung vom 18. 11. 1994

LVZ vom 18. 11. 1994 (1)

LVZ vom 18. 11. 1994 (2)