Preisträger 2005

Der Preisträger der „Heißen Kartoffel 2005“ heißt Prof. Kurt Masur.Prof. Kurt Masur

Ihm wurde der Preis des Mitteldeutschen Presseclub zu Leipzig e.V. für seine Verdienste während der friedlichen Revolution sowie sein weltweites Engagement für die Region Mitteldeutschland verliehen.

Prof. Kurt Masur wurde 1927 in Brieg/Schlesien geboren. Er machte eine Lehre als Elektriker, bevor er 1942 an die Landesmusikschule in Breslau wechselte und nach kurzem Kriegsdienst (1944/1945) sich 1946 am Leipziger Konservatorium einschreiben konnte. Hier studierte er bis 1948 Klavier, Komposition und Orchesterleitung. 1948-1951 war Masur Solorepetitor und Kapellmeister am Theater von Halle/Saale und leitete hier zum ersten Mal Opernaufführungen. Danach war an den Städtischen Bühnen Erfurt (1951-1953), am Opernhaus Leipzig (1953-1955), der Dresdner Philharmonie (1955-1958 und 1967-1972) und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (1958-1960) beschäftigt. 1960 verpflichtete Walter Felsenstein Kurt Masur als Chefdirigenten an die Komische Oper Berlin. Er gründete den Philharmonischen Chor Dresden. Internationale Anerkennung gewann Masur ab 1970 als Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Dieses Orchester erreichte unter seiner Leitung Weltniveau und gastierte von 1974 bis 1989 mehrmals in den USA. Ein „Politiker wider Willen“ wurde Kurt Masur im Herbst 1989 mit dem politischen Zusammenbruch der DDR. Unter anderem war er einer der Mitunterzeichnern des Aufrufs zur Gewaltlosigkeit. Im April 1990 wurde Masur zum neuen Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker bestellt. 1994 ging Masur mit dem Leipziger Gewandhaus-Orchester auf eine dreiwöchige Europatour, 1995 unternahm er mit dem Gewandhaus-Orchester eine Tournee nach Südkorea, Taiwan und Hongkong. 1996 gab Masur seine Leipziger Position auf und konzentrierte sich auf die Arbeit als Chef der New Yorker Philharmoniker. 2002 gründet Masur in Leipzig die Mendelssohn Bartholdy-Stiftung. 2004 wird er zum Vorstandsvorsitzenden des Vereins Beethoven-Haus gewählt. Kurt Masur erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderen Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern (2002), den Westfälischen Friedenspreis (2004) und den Glashütte-Original-Musikfestspiel-Preis Saeculum für sein Lebenswerk. Er ist Ehrendoktor von neun amerikanischen Universitäten und der Universität Leipzig.

Die Auszeichnung wurde am 16. Dezember 2005 vergeben. 

Laudatio hielt Hans-Dietrich Genscher, Preisträger der „Heißen Kartoffel 2004“.

Impressionen der Verleihung an Prof. Kurt Masur:

Bilder Archiv ARGOS

Berichte der Presse:

LVZ vom 18. und 19. 06. 2005